Impuls April/Mai 2018

Liebe Freunde,
auch Tage nach unserem Osterfest geht mir das Lied von Hermann Traub und Cornelius Beck nicht aus dem Ohr, das wir miteinander gesungen haben: „Alle Hoffnungen begraben, alle Träume ausgeträumt, alle Pläne sich zerschlagen, alle Züge längst versäumt. Dann bleibt die Nacht mit ihrer Macht, aus der dich keiner holt.“
Ja, das war die Situation der Jünger, wenn wir einmal anhand des Monatsspruches für den Monat April zurückschauen. Noch konnten die Jünger es gar nicht fassen. Der Schreck über Jesu Tod saß ihnen tief in den Gliedern. Die Panik und die Angst, selbst noch ans Kreuz genagelt zu werden, ließ sie die Türen fest verrammeln, hinter denen sie sich zusammen gekauert hatten. Die Frauen hatten etwas von „Auferstehung“ und „nicht mehr tot“
gesagt – aber das konnte ja alles gar nicht sein. Was war, war doch die pure Verzweiflung. Keine Zukunft, alle Hoffnungen begraben, die schönen Pläne, alles war dahin. So saßen die Jünger beieinander im Halbdunkeln, der eine oder andere blickte verstohlen und verstört in die Runde, keiner übernahm eine Initiative. Wer vorher immer einen Schritt voraus war, saß jetzt noch matter und antriebsloser in der Runde.
Doch unser Osterlied, das wir gesungen haben, ging noch weiter, jetzt der Höhepunkt: „Doch Jesus hat das Grab verlassen, die Fesseln des Todes sind gesprengt. Er steht vor mir und ich kann es kaum fassen, was für ein neues Licht er in mein Leben bringt.“
Das hätten auch die Jünger singen können, denn auf einmal stand Jesus tatsächlich
mitten unter ihnen und sagte zu ihnen: „Friede sei mit Euch.“ Shalom. Was steckt nicht alles in diesem bedeutsamen Wort! „Friede – Shalom!“ Für die Jünger geht alles so schnell; sie können es kaum fassen: Jesus ist wirklich vom Tod auferstanden und er lebt. Da spüren sie etwas Neues auf ihrem Herzen: Freude. Gewissheit. Glauben. Nähe. Frieden. Glückseligkeit – wie auch immer Du es nennen willst – und vielleicht hast Du so etwas schon einmal erlebt. Mitten im Sturm, mitten in der Verzweiflung, mitten in der Not und Zukunftslosigkeit spürst Du: Ich bin nicht allein. Jesus ist da. Jesus mit den durchbohrten Händen und Füßen. Er ist es wirklich, der mich in dieser fürchterlichen Lage nicht alleine lässt. Und dann breitet sich dieser Shalom aus, dieser unbeschreibliche Frieden, den Gott uns schenkt.
„Frieden!“, das ist nicht das Einzige, was Jesus zu den Jüngern gesagt hat: „Wie mich das Vater gesandt hat, so sende ich Euch.“ Und er bläst sie an mit dem Geist Gottes, der ihn lebendig und die Macht des Todes gebrochen hat. Jesu Werk ist nicht zu Ende; sein Heil will zu allen Menschen kommen. Und dazu sendet er sie, die sich vor Unsicherheit und Angst verkrochen hatten. Sie sind berufen, die Mission Jesu fortzusetzen. Die Geschichte von Jesus geht weiter, doch nun ganz anders, nämlich mit den Jüngern. Sie tragen die Fackel weiter, sie haben das Staffelholz, von dem wir Ostern in der Predigt gehört haben, in der Hand.
Und wie sollte das jetzt gehen, was sollten die Jünger jetzt machen? Na, sein wie Jesus. Jesus nahm die Menschen in ihren Nöten ernst und berührte sie heilend und befreiend. Er setzte sich mit den Verstoßenen an einen Tisch, aß und trank mit ihnen, und ließ sie so die Nähe Gottes spüren. Wie er als Gottessohn sich erniedrigte und Mensch wurde, so sind wir berufen, unseren Mitmenschen Schwester und Bruder zu sein. Wir müssen nicht alles auf einmal tun; wir müssen eigentlich gar nichts, sondern lassen einfach die Liebe Gottes durch uns hindurch fließen zu den Menschen um uns herum. Dabei mögen wir uns unsicher oder ungenügend fühlen, aber Jesus, der Auferstandene, ist da, und sein Friede durchdringt den Nebel unserer Furcht und kommt bei anderen an, durch uns und manchmal auch trotz uns.
Du bist Teil der Jesus-Geschichte und Dich sendet Jesus, der Auferstandene weiter. Und ich wünsche dir viele Erfahrungen, die Dir Mut machen und Kraft geben und Deinen Glauben an Jesus wachsen lassen.

Gott segne Dich.
Dein Pastor
Sebastian D. Lübben

Verstorben März 2018

Am 13.03.2018 verstarb im Alter von 84 Jahren Erika Lüken. Wir sind dankbar für ihr langes Leben, das durch manche Krankheitsphasen gehen musste und wissen sie in Gottes Ewigkeit angekommen. Eine große Trauergemeinde nahm am 19.03.2018 in Ochtersum Abschied und bedachte das Wort von Jesus aus Johannes 12: „Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“
Wir denken im Gebet besonders an die Kinder Wilfried, Edgar, Sigrit und Günter mit ihren Familien und bitten Gott um Trost und Kraft.

Am 21.03.2018 verstarb im Alter von 90 Jahren Taline Grebener. In den Tagen zuvor hatte ihr Körper seine Kraft verloren, doch mit wachem Bewusstsein durfte sie dankbar und voller Glauben an ihren Herrn und Gott in Gottes Ewigkeit eingehen. Wir trauern mit den Kindern Jakobus, Hinrich, Gerhard, Helma und Volker und ihren Familien. Die Trauerfeier am 26.03.2018 in Middels stand unter dem Jesuswort aus Johannes 15: „Ich
Von Personen bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Gott segne alle Trauernden und schenke seine Kraft und Zuversicht.

Technik im Gottesdienst

Wir sind sehr dankbar, dass durch umfassende Technik unsere Gottesdienste unterstützt werden. Mikrofone, teilweise schnurlos, und Lautsprecher lassen die Gemeinde gut die Pastoren und Liturgen verstehen, manchmal setzen wir Musik ein, die abgespielt wird, sehr oft werden Liedtexte, Bilder, Lesungen und Predigtgedanken durch die Präsentation auf der Leinwand sichtbar. Und darüber hinaus wird der Gottesdienst in der Regel aufgezeichnet und ist im Anschluss von CD oder im Internet hörbar. Im Internet kann auch nur die Predigt, oder eben der ganze Gottesdienst gehört werden.(www.emk-neuschoo.de)
An dieser Stelle danken wir herzlich Thorsten Lübben und Ehrenfried Lüken, die diesen Arbeitsbereich in großer Treue verantworten!
Doch wer einmal einen Gottesdienst im Internet gehört hat, ist sicherlich auch über manche elektronischen Nebengeräusche und manchen Handy Ton gestolpert. Das hat nichts mit der Technik zu tun, schon gar nicht ein klingelndes Handy...., sondern Handys, die während des Gottesdienstes im Gottesdienst angeschaltet sind, verursachen diese Störungen in der Technik. Daher bitten wir Euch herzlich, Eure Handys im Gottesdienst auszuschalten, oder zumindest in den „Flugmodus“ zu wechseln. Herzlichen Dank!
Alle regelmäßigen Hörerinnen und Hörer unserer Angebote danken Euch für Eure Aufmerksamkeit.

Kontakt

EmK Neuschoo
Franz-Klüsner-Weg 7
26487 Neuschoo

Telefon: 04975 504
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